1658
Wasserfilter "Berkefeld Filter".
Ungemarkt. Entwurf: Albin MÜLLER, 1912. Ausführung: Reinhold Merkelbach oder S.P. Gerz.
Feinsteinzeug, beige glasiert, braun-schwarz bemalt (sogenanntes Elfenbeinsteinzeug). H ca. 55,5 cm.
Rheinisches Steinzeug. Großes Zylindergefäß mit Metall-Zapfhahn und seitlich zwei profilierten Handhaben, Jugendstil-Reliefornamentik in Braun und Blau. Gewölbter Deckel mit gedrücktem Kugelknauf, weit eingezogener Innenring für Hohlzylindereinsatz mit Filterkerzen, hier jedoch fehlend. Altersspuren, Wandung und Mündung fein haarrissig, Zapfhahn gelockert, Deckel mit feinem Glasurriss am Rand, ohne Einsatz.
Der Berkefeld-Filter ist eine Anlage zur Wasseraufbereitung mittels Anschwemmfilter. Der von Wilhelm Berkefeld 1891 erfundene Filter war ein Hohlzylinder aus Porzellan mit Filterkerzen aus gebrannter Kieselgur. Filter dieser Art wurden erstmals erfolgreich 1892 bei der Cholera-Epidemie in Hamburg eingesetzt. Bis heute werden nach dem von Wilhelm Berkefeld erfundenen Verfahren Filteranlagen hergestellt, wenngleich auch mit modernen Materialien. Die Filter sind, aufgrund ihrer Robustheit, besonders in der internationalen Katastrophenhilfe beliebt. Sie werden unter anderem in den Emergency Response Units des internationalen Roten Kreuzes oder dem EU-Zivilschutz-Mechanismus verwendet. Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Berkefeld-Filter.
Literatur : Schimanski, Jürgen: Westerwälder Steinzeug des Jugendstils, S. 87, Abb. 114.
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Aufrufzeit 18. | Juni 2026 | voraussichtlich 15:05 Uhr (CET)
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