1493
Seltenes Présentoir mit Kauffahrteimalerei um 1774. Meissen.
Punktschwerter über "4", 1 Schleifstrich. Prägezeichen: H.
Polychrom bemalt, goldstaffiert. L 39,5 cm.
Ovale Unterplatte zu einer vierfüßigen Terrine: mit vertieftem Vierpass-Spiegel, zwei breiten, durchbrochen gearbeiteten Rocaillehandhaben und einer fein polychrom gemalten figurenreichen Kauffahrteiszene im Spiegel, auf der Fahne farbige indianische Streublümchen. Am Standring kurzer, nicht durchgehender Haarriss.
Das Vorbild für das Présentoir ist das sogenannte "Finkenstein-Service", das vermutlich ein Geschenk von Friedrich dem Großen an seinen Gesandten, geheimen Staats- und Kabinettsminister sowie engsten Freund Karl Wilhelm Finkenstein (1714-1800) gewesen ist. Die nach französischer Art gestaltete Form geht auf ein Modell von Jean-Claude Chambellan Duplessis (1690-1774 Paris) zurück, der Goldschmied und Bronzegießer, aber auch Bildhauer und Entwerfer für die Porzellanmanufakturen in Vincennes und Sèvres war.
Literatur : Jedding, Herrmann, Europäisches Porzellan, Bd. I - Von den Anfängen bis 1800, München 1971, S. III/268, Abb. 832.
Aufrufzeit 29. | Okt. 2026 | voraussichtlich 14:42 Uhr (CET)
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