Neoklassizistische Figurengruppe "3 Schalenträgerinnen" von Albert-Ernest Carrier-Belleuse. Choisy-le-Roi.
Stempelmarke mit Zusatz "France". Ende 19. Jh. Frankreich. Am Sockel signiert "A. Carrier-Belleuse". Modell-Nr. 3018 M3B1 1196. Entwurf: Albert-Ernest CARRIER-BELLEUSE (1824-1887).
Majolika, farbig staffiert. H 61 cm.
3 elegante Frauen in klassizistischen Gewändern, die 1 große Schale halten, auf Ovalsockel. Am Sockel restauriert, partiell kleine Glasurfehlstellen, in der Schale fein rissig.
Choisy-le-Roi gehört seit etwa 1804 zu den bedeutenden Zentren der französischen Keramik-Herstellung, das die feinsten Majoliken Frankreichs produzierte und sich ein großes Renommee auf internationalen Ausstellungen verschaffte. Albert-Ernest Carrier-Belleuse (1824-1887 in Sèvres) war ein französischer Bildhauer und Zeichner. Er studierte ab 1840 bei Pierre Jean David d’Angers an der École des Beaux-Arts in Paris. Seit den 1850er Jahren führte er Marmorarbeiten, Bronzeskulpturen und Terrakottabüsten aus. Durch die malerische und naturalistische Behandlung nahmen sie einen höchst lebendigen Ausdruck an. Albert-Ernest Carrier-Belleuse galt als einer der erfolgreichsten dekorativen Bildhauer seiner Zeit und wurde der „Clodion des zweiten Kaiserreichs“ genannt (Claude Michel Clodion, 1738–1814). 1864 freundete er sich mit dem jungen Bildhauer Auguste Rodin an. Nach dem Waffenstillstand 1871 ging Carrier-Belleuse mit Rodin nach Brüssel, um unter seiner Mitarbeit und Assistenz öffentliche Aufträge anzunehmen. Von 1875 bis 1887 war er künstlerischer Direktor und Leiter des Ateliers der Manufacture royale de porcelaine de Sèvres in Sévres. Albert-Ernest Carrier-Belleuse war der Vater des Bildhauers Louis-Robert Carrier-Belleuse (1848–1913), der unter Hippolyte Boulenger 1889 zum künstlerischen Leiter der Faiencerie von Choisy-le-Roi wurde. Vgl. Wikipedia.
Provenienz : Museumsnachlass Peter Kaus.
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Aufrufzeit 26. | Feb. 2026 | voraussichtlich 15:16 Uhr (CET)