Jugendstil-Teller mit einer "Mutter und Kind"-Darstellung von Hans Christiansen und eine Ausgabe des Jugendstil-Magazins "Jugend" vom 25. Dezember 1897.
Ungemarkt.
Fayence, farbig bemalt. Ø 31 cm.
Runder Teller mit einer liebevollen Mutter-Kind-Darstellung, umgeben von einer Mandorla, gelben Sternen und gelbem Rand. Auf dem Titel des Magazins "Jugend - Münchner illustrierte Wochenzeitschrift für Kunst und Leben" vom 25. Dezember 1897, II. Jahrgang, Nr. 52 die gleiche Mutter-Kind-Darstellung mit Signatur "Hans Christiansen Paris" rechts unten. Die abgedruckte Vorlage entstand während seines Aufenthalts in Paris zwischen 1895 und 1899. Rand mit mehreren Glasurchips, Bindung des Magazins defekt, untere Kante eingerissen, letzte Seite(n) fehlend.
Hans Christiansen (1866-1945) war ein deutscher Kunsthandwerker und Maler des Jugendstils. Nach seinem Studium an der Kunstgewerbeschule München, arbeitete er als Dekorationsmaler in Hamburg. 1895 ging er nach Paris, um an der Académie Julian zu studieren. Im Auftrag des Kölner Schokoladenproduzenten Ludwig Stollwerck entwarf er Sammelbilder für Stollwerck-Sammelalben, u. a. die Serie „Sternbilder“.1899 wurde er von Großherzog Ernst Ludwig von Hessen an die Darmstädter Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe berufen. Er gehörte mit Joseph Maria Olbrich und Peter Behrens zu den ersten 7 Mitgliedern und entwarf kunstgewerbliche Möbel, Keramiken, Glasmalereien und Schmuckentwürfe des Jugendstils. Im Rahmen der ersten Ausstellung der Künstlerkolonie „Dokument Deutscher Kunst“ 1901 gestaltete er sein eigenes Haus, das er „Villa in Rosen“ nannte, komplett durch. Er entwarf eine Reihe von Tapetenmustern. Daneben war er als Grafiker für die Zeitschrift "Die Jugend" tätig. Ab 1911 dozierte er an der Kunstgewerbeschule Wiesbaden. Er gehörte der Freien Künstlerschaft Wiesbaden an.